Archiv für September 2012

Tierische Fußballvereine, die es nur fast in die Bundesliga geschafft haben…

23/09/2012
  1. Schweinfurt 05
  2. Schnake 04
  3. 1.FC Koiserslautern
  4. Herde BSC Berlin
  5. SC Pantherborn
  6. Union Bärlin
  7. VfR Aalen
  8. Erzgebirge Auerochse
  9. Hamster Rostock
  10. SV Welpen Wiesbaden
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Zeit, die Ernte einzuholen!

23/09/2012

Werder steht vor einer englischen Woche, die helfen wird, die wahre Stärke der umgekrempelten Mannschaft einzuschätzen. Nach den ersten drei Spielen stehen -trotz guter spielerischer Ansätze- nur drei Punkte zu Gute.

Werder begrüßt heute den VfB Stuttgart zu einem richtungsweisenden Duell im Weserstadion. Nach zwei engagierten, aber punktlosen Auswärtsspielen und dem Pflichtsieg gegen den kopflosen HSV, muss ein Sieg her, um die Stimmung zu halten und das Punktepolster aufzubessern. Gefühlt waren die bisherigen Leistungen besser als die mageren drei Punkte, die die Tabelle zeigt. Nach dem Last-Minute-KO in Hannover müssen die Grün-Weißen die positiven Aspekte, wie die große Moral und die weiter verbesserte spielerische Leistung mitnehmen, um endlich auch wieder zu siegen. Erwünscht wäre gleicher Einsatz, gleiche Spielweise und ein frühes 1:0, damit das Spiel mal ohne Beißholz gesehen werden kann.

Stuttgart ist heute aber ebenso unter Druck. Die Schwaben haben erst einen Punkt. Dem VfB steht das Wasser bis zum Hals. Dem kleinen Labbadia sogar etwas höher. Er ist mächtig unter Druck! Aus der vermeintlich ersten Elf fehlen Knipser Ibisevic (Rotsperre) und wahrscheinlich Tasci, den Oberschenkelprobleme plagen.

Bei Werder haben die Ösis Prödl und Juno leichtere Probleme sollten aber auflaufen können. Gespannt darf man sein, ob der Tänzer Akpala heute sein Startelfdebüt gibt! Hope so!

In der Vergangenheit war bei Werder-Stuttgart immer mächtig was los. Reichlich Tore, die schlimme Reinke-Verletzung usw. Den letzte VfB-Sieg im Weser-Stadion gab es im Jahr 2006.

Werder braucht den Sieg um endlich auch punktemäßig Fahrt aufzunehmen. Ein Dreier würde den SVW tabellarisch deutlich nach vorne bringen. Ein Folgesieg in Freiburg könnte man dann nutzen, um sich oben erstmal festzubeißen und die lieben Münchener dann am nächsten Wochenende zu einem echten Spitzenspiel begrüßen zu können.

Nach aktueller Form und Spielermaterial sollte Stuttgart den Werder-Sieg heute nicht verhindern können. Es ist also Zeit, die ersten Früchte der Systemumstellung und des Kaderumbaus zu ernten. Das Gleichgewicht von Spielgeschick und Punktausbeute muss hergestellt werden.

Kaum auszudenken, wenn wieder kein Sieg gelingt. Dann droht Werder ein steiniger und vor allem langer Weg zurück ins obere Drittel der Tabelle. Auch die Stimmung kann dann von „wenigstens spielerisch verbessert“ schnell in „uneffektiv und verschlafen“ umschlagen. Letztlich ist und bleibt der Fußball auch in Bremen ein Ergebnissport.

Also vorm Fernseher, im Stadion, im Auto, auf dem Spielplatz, im Zoo oder wo auch immer! Daumen drücken, anfeuern, unterstützen!!! Der Sieg muss her!

LGW.

Klaus teilt aus – Wiese-Bashing!

21/09/2012

Groß in den Medien ist aktuell der scheinbar grundlose Allofs‘ Austritt gegen Tim Wiese. Verstehen kann ich das nicht! Schlimm genug, dass Wiese vor Vertragsende so lange hingehalten wurde, bis er sich gezwungen sah, einen anderen Verein zu suchen, aber jetzt teilt Klaus noch aus.

Ich bin der Meinung, dass Wiese gerne geblieben wäre und letztlich nur in Hoffenheim gelandet ist, weil er weiterhin ein familiengerechtes Umfeld in Deutschland haben wollte. Normalerweise wünschen sich die Fans doch solche „bodenständigen Typen“… Wiese wäre sicherlich sogar zu Gehaltseinbußen bereit gewesen wäre, wenn Werder weiter bereit für Wiese gewesen wäre. Schon bei Frings (der seine Werder-Liebe u.a. zeigte als er einen quasi perfekten Wechsel zu Juve absagte) fehlte mir bei KATS die nötige „Sensibilität eines verdienten Spielers gegenüber“. Soll nicht heißen, dass alte Taten ewig verehrt werden und automatisch bis in den Rollstuhl verlängert wird, aber man kann das Ende respektvoll und offen besprechen, anstatt einfach so lange GAR kein Angebot abzugeben, bis der Spieler sich entscheiden muss.

Jahrelang war Wiese der große grün-weiße Rückhalt. Nicht nur durch seine guten Leistungen, sondern vor allem durch Kurvenauftritte und HSV-Antipathie hat er große Sympathien erworben. Auch Allofs hat ihn jahrelang gegen die  Presse oder gegen den Bundes-Jogi verteidigt. Umso unverständlicher, dass Wiese am Ende der Zusammenarbeit von Werder so sehr hingehalten wurde. Die überragenden Aussagen Allofs, dass Mieles Spieleröffnung besser zur Philosophie passe ist doch der größte Hohn. Selbst, wenn er sich das selber wirklich glaubt, hätte man Wiese nach all der gemeinsamen Zeiten wenigstens ehrlich gegenübertreten können und ihm sagen können, dass er zu teuer ist/seine Klappe zu groß ist/er nicht in eine neue Hierarchie passt/er fußballerisch zu schlecht ist. Dass Allofs zu aller „Schlechtbehandlung“ nun nach dem schlechtesten Wiese-Auftritt seit langem (Oh Gott, war er schlecht!) grundlos komische Dinge erzählt ist einfach nur schwach. Immer wieder wirbt er für eine größere Wiese-Lobby, nun scheint Mielitz ihn schon überflügelt zu haben. Kann Neuer sich ja jetzt warm anziehen.

Zudem finde ich das ganze Tam-Tam um das Torwartspiel und den „Torwart als Feldspieler“ viel zu hochgespielt. In der Bundesliga kann heutzutage jeder Keeper etwas kicken. Von allen Torwarten sind meistens auch noch die am erfolgreichsten, die gut halten. Ansonsten könnte man ja vielleicht auch mal Götze ins Tor stellen. Der hat ein überragendes Auge und eine großartige Spieleröffnung (alternativ bietet sich Lars Riedel als Torwart mit weiten Abwürfen an).

Ob Miele schon so weit ist wie Wiese? Auf der Linie finde ich ihn stark (das war Wiese aber auch), er ist, nett formuliert, „sehr mutig beim Rauslaufen“. Er mag das Potential für einen leicht überdurchschnittlichen Bundesligatorwart haben. Insgesamt fehlt es mir allerdings an Ausstrahlung und Sicherheit. Mielitz strahlt für mich immer die Souveränität eines Kleinkindes aus, dem man gerade seinen Lieblingsstock geklaut hat. Mit dem ständigen Stirnrunzelgesicht und den hektischen Bewegungen in seinem Strafraum (und gerne auch mal darüberhinaus), ist man ständig gewillt ihm Beruhigungstabletten zu geben (oder einen Lolly). Aber Allofs sagt ja, er gewinnt noch an Sicherheit und Ausstrahlung… Ich behalte in diesem Falle gerne Unrecht, aber ich bin mir sicher, dass es noch Zeiten geben wird, in denen man sich Wiese zurückwünscht.

Dass Wiese in Zeiten der Orientierungslosigkeit und Frustration Dinge äußert wie „ich spiele wieder Champions-League“ oder „endlich nicht mehr Mittelmaß“, „kein Sparkurs“ usw. ist zwar auch nicht schön, aber emotional verständlich. Trotz allem kann ich die Häme der Fans und die Kritik von Allofs nicht verstehen. Pizarro beispielsweise, der Werder bei jedem besseren Angebot verlassen hat und noch von „gebrochenem Herzen“ spricht, wenn er Werder verlässt (warum bleibt er dann nicht?!), wird da von den Werder-Fans unverständlicherweise viel weniger kritisch betrachtet. Obwohl in diesem Fall ganz klar Pizza die Bremer hingehalten hat (Vertrag gekündigt, gepokert, gegangen) und Werder gerne verlängert hätte.

Ich kann also behaupten, dass ich mich auf die Wiese-Rückkehr ins Weserstadion freue (besonders bei Werder-Ecken ;p)

LGW.

Der Messias im HSV-Trikot – VdV is back

16/09/2012

Ganz Deutschland freut sich: Van der Vaart ist zurück! Besonders die HSV-Anhänger sind glücklich, da sie ihren Fußball spielenden Mann mitgebracht hat. Die Rückkehr des Kickers war möglich, da Herr Kühne nochmals großzügige Unterstützung gegeben hat. Mit seinen Millionen(-Krediten) hat er maßgeblich zum Transfer beigetragen. In Hamburg herrscht Euphorie. Ganz offen werden mutige Ziele wie der Nichtabstieg ins Visier genommen. Gut, mehr sollte bei den bescheidenen Ausgaben auch erstmal nicht drin sein. Was geht, HSV?

Rafael van der Vaart ist der große Hoffnungsträger für den taumelnden Dino, der den Kometen, der das Bundesliga-Leben beenden könnte, schon auf sich zufliegen sieht. VdV steht gleichermaßen für spielerische Klasse und alte Zeiten mit (halbwegs) erfolgreichen Bundesligaplatzierungen des Hamburger SV. Die desolate Truppe richtet sich auf und es besteht wieder Hoffnung, tatsächlich Bundesliga-Punkte erringen zu können. Bei den Fans genießt der neue, alte Spielmacher schon jetzt Heiligenstatus. Der Messias des HSV?!

Zweifelsohne ist der Rückkehrer ein Gewinn für den Trümmerhaufen, den der HSV zuletzt aufs Spielfeld schickte. Er hat soviel Qualität, dass er dem Team aus dem Stand und ohne „Automatismen“ oder abgestimmte Laufwege weiterhelfen wird. Zudem darf nicht vergessen werden, dass die Nr.4 im Norden dem Heiligen mit Jirácek und Badelj auch noch zwei neue „Sechser“ an die Seite gestellt hat, die die Qualität ebenfalls nur erhöhen können. Trotz allem ist es doch ein Armutszeugnis, dass kurz vor Ende der Transferperiode so ein Transfer gestemmt werden muss, den sich der Club eigentlich gar nicht leisten kann. Als Argument gilt dann: „Der Abstieg wäre teurer!“. Da fragt man sich doch, was bis zu diesem Punkt alles schief laufen musste. Die Probleme des HSV kamen ja nicht unbedingt aus dem Nichts. In der „Vor-VdV-Transferperiode“ wurde ein (gehaltsmäßig) teurer Torwart geholt (, obwohl diese Position mit Drobny gut besetzt war) und ein Stürmer (Rudnevs) geholt, der so stark ist, dass er erstmal hinter Berg, den der HSV seit Jahren entweder nicht verkauft oder nicht integriert bekommt, auf der Bank sitzt. Alle anderen Stürmer mit mehr als vier Bundesligatoren wurden verkauft. Der „Rüpel-Profi“ Scharner, der die, durch formschwache deutsche Ex-Nationalspieler ergänzte, desolate Chelsea-B-Abwehr verstärken sollte, fällt erstmal verletzungsbedingt aus. Naja vielleicht überrascht Erfolgstrainer Fink ja mit van der Vaart in der Innenverteidigung.

Es ist zu befürchten, dass der HSV sich früher oder später fängt und sowas ähnliches wie durchschnittliche Bundesligaform erreicht. Der Abstieg wird mit den letzten Neuzugängen zweifellos verhindert werden. Gerade „VdV“ ist ein sinnvoller Transfer, wenn auch unter den falschen Umständen entstanden.

Wie hervorragend die neuerliche Zusammenarbeit passt und wie vorbildlich scheinbar jetzt beim HSV gescoutet wird, wird deutlich, wenn man neben dem „Messias-Vergleich“ weiteren biblischen Kontext bemüht: so war Erzengel Raphael von jeher der Schutzpatron der Kranken. Insbesondere den Blinden stand er immer zur Seite…

Top 3 – Bedauernswerte Tiere

01/09/2012
  1. Thorsten Fink
  2. Ärmste Sau
  3. Dummer Hund

 

Ein besonderes Spiel?! – Hoffentlich!

01/09/2012

Unfassbar! Am 07. Mai 2009 zieht der ruhmreiche SVW durch ein 3:2 in Hamburg ins UEFA-Cup-Finale ein. Im vierten Spiel binnen 19 Tagen gibt’s die nächste Demütigung für den HSV, nachdem auch das DFB-Pokal-Halbfinale für die Grün-Weißen ausging. Die Hamburger Saison liegt in Trümmern. Zerstört vom Doppel-Finalisten Werder Bremen. In der Derby-Geschichte bleiben diese rund drei Wochen mit Sicherheit für Fans beider Lager unvergesslich und entfachen vor den kommenden Derbys immer wieder die Emotionen.

Heute ist es endlich wieder soweit. Der HSV kommt nach Bremen, um sich ’ne Packung abzuholen! Wie immer ist das Umfeld elektrisiert. Für jeden Fan ein Highlight der Saison. Doch wie sieht es in den Mannschaften aus?
Beide Teams durchleben einen großen Umbruch. Viele Größen des für die Champions-League ausgelegten Werder-Kaders sind längst weitergezogen oder haben die Schuhe an den Nagel gehängt. Das Derby-Fieber, welches bspw. Diego sicherlich verspürte als er von Silva um die Finalteilnahme im UEFA-Cup gebracht wurde, der unvergessliche Papierkugel-Moment, der flitzende Wiese, der Kurven-Tiger-Wiese und vieles mehr ist längst aus dem Team verschwunden. Aus der „besungenen Zeit“ sind lediglich Prödl, Hunt und Fritz im Kader. Es ist zu hoffen, dass den Neuzugängen schnellstmöglich klargemacht wurde, dass jeglicher Punktverlust heute absolutes no-go ist. Wenigstens bei Elia sollte man sich sicher sein, dass er dem ehem. Arbeitgeber eins auswischen will. Bei der aktuellen Form der Hamburger sollte dies vielleicht schon ausreichen.

In diesem Sinne hoffen wir alle, dass es wieder ein legendäres Spiel wird, der SVW wieder den Grundstein für eine zerstörte HSV-Saison legt und wir die Hamburger in Richtung Ingolstadt schießen!

Lebenslang Grün-Weiß!


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